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Lässig Statt Stressig
Der Blog zum Podcast
Selbstfürsorge: Dein Weg aus der Überforderung [012]
Warum sich viele im Alltag wie ein Statist statt als Hauptdarsteller im eigenen Leben fühlen.
Welche tief sitzenden Glaubenssätze & Ängste oft die wahre Ursache sind. Dein erster Schritt raus aus der Statistenrolle: Eine konkrete Übung zur Selbstreflexion & zum Ausprobieren.
Selbstbestimmung im Job: Wie du vom Statisten zum Regisseur deines Lebens wirst
Kennst du das Gefühl, dass dein Tag eigentlich schon verplant ist, noch bevor du deinen ersten Kaffee getrunken hast? Du rennst von einem Meeting zum nächsten, hältst Deadlines anderer ein und arbeitest Aufgaben ab, die dir von außen zugewiesen werden.
Am Ende des Tages bist du erschöpft, aber das Gefühl, wirklich etwas für dich bewegt zu haben, fehlt völlig.
Viele Menschen im Dauerstress erleben ihren Alltag wie ein Statist in einem Film. Sie haben nicht die Hauptrolle, und sie sind schon gar nicht der Regisseur ihres eigenen Drehbuchs. Sie sind zum Spielball der Umstände geworden. In diesem Artikel erfährst du, wie du dieses Gefühl der Machtlosigkeit hinter dir lässt und wieder die Kontrolle über dein Leben übernimmst.
Gefühl der Machtlosigkeit: Warum du dich im eigenen Leben wie ein Statist fühlst
Wenn du unter chronischem Stress leidest, geht oft als Erstes das Gefühl der Selbstwirksamkeit verloren. In der Stressforschung wissen wir: Das Empfinden, keine Kontrolle über die Situation zu haben, ist einer der stärksten Stresstreiber überhaupt.
Es löst eine hormonelle Kaskade aus, die dich körperlich und mental zermürbt.
Du erfüllst Rollen – als Projektleiter, als Führungskraft, als Elternteil oder Partner – und funktionierst in einem System, das scheinbar keine Pausen vorsieht. Das Problem dabei: Wenn die Erwartungen anderer deinen kompletten Raum einnehmen, verlierst du den Kontakt zu dem, was du eigentlich brauchst.
Du verlernst, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, weil dein „Betriebssystem“ permanent auf den Empfang externer Forderungen programmiert ist.
Bedürfnisse wahrnehmen: Dein persönliches Drehbuch schreiben
Stell dir für einen Moment vor, du wärst der Regisseur deines Lebens und dürftest das Drehbuch für deinen perfekten Tag völlig frei schreiben. Ohne die einschränkenden Gedanken an das „Wie“.
  • Wie würde dein Morgen aussehen?
  • Welche Zeitfenster würdest du dir für fokussierte Arbeit schaffen und wann würdest du bewusst regenerieren?
  • Wie würde sich dein Feierabend anfühlen, wenn du ihn wirklich genießen könntest, anstatt nur erschöpft auf die Couch zu fallen?
Allein bei diesem Gedankenexperiment spüren viele meiner Klienten einen massiven inneren Widerstand. Sätze wie „Das geht bei mir nicht“ oder „Mein Job erlaubt das nicht“ ploppen sofort auf.
Doch meine Erfahrung aus unzähligen Coachings zeigt: In 98 % der Fälle ist viel mehr veränderbar, als wir in unserem Tunnelblick glauben. Die Frage ist oft nicht: „Bin ich Statist?“, sondern: „Warum glaube ich, einer sein zu müssen?“
Innere Widerstände lösen: Warum Grenzen setzen oft Angst macht
Der Grund, warum wir oft keine Grenzen setzen, liegt tief in unserem Unterbewusstsein verankert. Wenn du versuchst, dein Drehbuch zu ändern und zum Beispiel eine Aufgabe ablehnst, meldet sich sofort dein inneres Alarmsystem.
Du spürst Schuldgefühle, Scham oder die Angst, nicht mehr dazuzugehören.
Diese Muster stammen meist aus einer frühen Phase unseres Lebens, in der wir gelernt haben: „Meine Bedürfnisse zählen nicht, ich muss mich anpassen, um sicher zu sein.“
Heute, als erwachsener Mensch mit Verantwortung, halten dich diese alten Programme im Dauerstress gefangen. Echte Burnout-Prävention beginnt daher nicht beim Zeitmanagement, sondern bei der Arbeit an diesen inneren Überzeugungen. Erst wenn du diese Ketten ablegst, gewinnst du den Mut, dein Leben wieder nach deinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Überforderung am Arbeitsplatz: So hackst du den „Berg an Aufgaben“ klein
Manchmal ist es gar nicht die langfristige Planung, sondern diese eine, riesige Aufgabe, die wie ein unbezwingbarer Berg vor dir steht. Du schiebst sie seit Wochen vor dir her, und allein der Gedanke daran raubt dir Energie. Das ist die klassische Aufschieberitis (Prokrastination), die den Stress weiter befeuert.
Hier hilft eine Strategie, die ich meinen Klienten immer wieder ans Herz lege: Hake die Aufgabe klein.
Wenn der Berg zu hoch wirkt, hör auf, auf den Gipfel zu starren. Konzentriere dich nur auf den ersten, lächerlich kleinen Schritt. Musst du die Steuererklärung machen? Nimm dir nicht vor, sie heute fertigzustellen. Dein Ziel für die nächsten 10 Minuten ist es lediglich, die Belege auf den Tisch zu legen oder das Programm zu öffnen.
Dieser erste Schritt durchbricht den Freeze-Zustand. Du erlebst einen kleinen Erfolg, dein Gehirn schüttet Dopamin aus und plötzlich kommt die Motivation zurück. Du ziehst dir die Aufgaben nach dem Pull-Prinzip, anstatt dich von ihnen erdrücken zu lassen.
Dein Weg zurück in die Leichtigkeit
Vom Statisten zum Regisseur zu werden, ist kein Ereignis, sondern ein Prozess. Es beginnt mit der täglichen Reflexion:
  1. In welchen Momenten heute habe ich mich wie ein Statist gefühlt?
  2. Wie hätte ich mich verhalten, wenn ich die Hauptrolle in dieser Szene gespielt hätte?
  3. Welchen winzigen Schritt kann ich morgen gehen, um mein Drehbuch ein Stück weit umzuschreiben?
Du hast es verdient, dein Leben nicht nur abzuarbeiten, sondern es aktiv zu gestalten.
Möchtest du wissen, wie du deinen persönlichen Autopiloten auf „Gelassenheit“ umprogrammierst?
In meinem kostenlosen 30-minütigen Videotraining zeige ich dir die 3 essentiellen Schritte, mit denen du trotz hoher Verantwortung im Job endlich wieder innerlich zur Ruhe kommst – ohne dein Leben komplett auf den Kopf stellen zu müssen.